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Reproduktive Rechte sind Menschenrechte! Weg mit §218 und §219 – her mit der Selbstbestimmung!

Dienstag 8.5.2018 9.30 bis 12.30 Uhr

Am 8. Mai spricht Jens Spahn (Bundesgesundheitsminister) beim 121. Ärztekongress in Erfurt. Dies sehen wir als Anlass für einen Protest für die Abschaffung der Abtreibungsparagraphen, aktuell besonders den §219a. Und ein paar Botschaften an Spahn und die Ärzt*innen vor Ort haben wir auch.

Ein Schwangerschaftsabbruch gilt nach den Paragraphen 218 und 219 des Strafgesetzbuches als Straftatbestand. In Deutschland herrschen nach wie vor eine Austragungspflicht für ungewollte Schwangerschaften und ein „Werbeverbot“ für Schwangerschaftsabbrüche. Zuletzt wurde die Gießener Ärztin Kristina Hänel zu einer Geldstrafe verurteilt, weil sie auf ihrer Internetseite über Schwangerschaftsabbrüche informiert hatte.
Nach wie vor sind Frauen*, Beratungsstellen und Ärzt*innen einer Kriminalisierung ausgesetzt. Schwangeren Personen wird die Selbstbestimmung über ihre Körper und ihre Lebensführung abgesprochen. Insbesondere von rechten, konservativen und fundamentalistischen Kräften wird dieses Recht auf Selbstbestimmung zunehmend immer stärker attackiert.

Wir fordern die ersatzlose Streichung des §219a aus dem Strafgesetzbuch damit Schwangere ausreichende Informationen über die Durchführung eines Schwangerschaftsabbruchs erhalten können, damit sie in ihrer Selbstbestimmung gestärkt werden und die Kriminalisierung und Rechtsunsicherheit von Ärzt*innen, welche Abbrüche durchführen, beendet wird.

Wir fordern, dass Verfahren und Methoden von Schwangerschaftsabbrüchen Bestandteil der medizinischen Ausbildung sind.

Wir fordern, dass der Deutsche Ärztetag und damit die Bundesärztekammer sich für die Selbstbestimmung von schwangeren Personen ausspricht und die Debatten um die Abschaffung des §219a unterstützt.

Wir fordern, dass der Bundesminister für Gesundheit, Jens Spahn, da schweigt wo seine Meinung keine Rolle spielt: Wenn es um die Selbstbestimmung von Schwangeren geht. Vor allem wenn er nur Häme und Abwertung für diese und die betroffenen Ärzt*innen und Beratungsstellen übrig hat.

Reproduktive Rechte sind Menschenrechte!

Protestkundgebung: „Reproduktive Rechte sind Menschenrechte! Weg mit §218 und §219 – her mit der Selbstbestimmung!“
Datum/Zeit: Dienstag 8.5.2018 9.30 bis 12.30 Uhr
Ort: Eingang Multifunktionsarena, Ostbereich Steigerwaldstadion, Mozartallee 3 Erfurt

Updates zu der Demo!

Wer läuft wo?

Es wird einen ersten Block in der Demonstration geben, der nur von FLTI*-Personen gestaltet wird. In diesem laufen also nur Frauen*, Lesben*, Trans*- und Inter*-Personen mit. Wir laden alle FLTI*, die an der Demo teilnehmen, herzlich ein in den ersten Block zu kommen!
Alle anderen können sich hinter dem FLTI*- Block einreihen.

Fahnen, Transparente und Infomaterial

Im ersten Block, dem FLTI*-Block, haben nur inhaltliche Transparente oder Schilder Platz.
Hinter dem FLTI*-Block können Fahnen der Bündnisorganisationen des Frauen*kampftagsbündnisses mitgeführt werden.
Allgemein gilt: Wir wollen keine Nationalfahnen und keine Parteifahnen auf unserer Demonstration.
Natürlich kann auch Infomaterial verteilt werden, dies muss aber einen inhaltlichen feministischen Bezug zum 8. März, feministischen Forderungen und/oder den Abtreibungsparagraphen haben. Allgemeines Werbematerial, besonders mit Wahlkampf-Bezug, soll auf unserer Demonstration nicht verteilt werden.

Awareness-Team

Wir wollen, dass sich alle auf der Demo wohlfühlen können. Niemand soll von sexistischen, rassistischen oder anderen diskriminierenden Verhaltensweisen belästigt werden. Solltet ihr in eine solche Situation kommen, könnt ihr gerne das Awareness-Team ansprechen. Wir sind dafür da, die Situation in eurem Interesse zu klären. Ihr findet uns in der Nähe des Lautsprecherwagens und erkennt uns an den Armbinden.

Die Veranstaltung am 05.03 in Erfurt fällt leider aus!

Queerfeministische Kritik an der Stadtplanung

Der Vortrag „Queerfeministische Kritik an der Stadtplanung“ am 05.03 in Erfurt fällt leider aus da die Referentin verhindert ist.

Veranstaltung in Gotha fällt leider aus!

Feministische Theologie – christlicher Glaube im Zeichen der Venus

Der Workshops der feministischen Theologie in Gotha am Dienstag dem 27.02 fällt leider aus. Leider ist die Referentin verhindert und kann den Workshop nicht halten. Es gibt auch kein Ersatz Termin für die Vernastaltung.

Liebe Friends, wir brauchen Unterstützung!

In diesem Jahr haben wir zum ersten Mal eine Demonstration am 8. März geplant. Das ist mehr Orgaarbeit und es braucht auch mehr Menschen zum Gelingen der Demonstration als wir selber sind – vor allem Ordnerinnen* und wir würde gerne auch ein Awarenessteam anbieten (auch für unsere Party am 3.März). Und dafür brauchen wir eure Hilfe.

Zur Vorbereitung haben wir zwei Workshops geplant. Einen zum Versammlungsrecht und Ordnerinnen*Tätigkeit (https://www.facebook.com/events/166916700602050/) und einen Awareness-Workshop (https://www.facebook.com/events/1590427891034648/).

Wir würden uns sehr über eure Teilnahme und Unterstützung freuen!