We don´t fight for flowers! Feministische Kämpfe in die Offensive! Deswegen: Gemeinsam zur Frauen*kampftagsdemo am 11.3. nach Leipzig!

Dieses Jahr geht’s zur Frauen*kampftags-Demo mal nach Leipzig! JUHU!
Die Demo findet am Samstag, dem 11.3. statt. Los geht es um 13.00 Uhr in Leipzig am Clara-Zetkin-Denkmal.
Genauere Infos zur Demo und den Aufruf findet ihr hier: http://fktle.blogsport.eu/
Da dieses Jahr alles ein bisschen spontaner ist, können wir euch leider kein Rundum-Sorglos-Paket mit gemeinsamer Busreise anbieten. Trotzdem möchten wir natürlich gerne mit euch allen zusammen dorthin fahren.
Deshalb werden wir gemeinsam mit dem Zug nach Leipzig fahren. Und das funktioniert so:

Die Abfahrtzeiten sind:

In Jena:
10.47 Uhr ab Jena Paradies
In Erfurt:
10.31 Uhr ab Hauptbahnhof
In Weimar:
10.44 Uhr ab Hauptbahnhof

Ankunft in Leipzig:
12.04 Uhr an Leipzig Hbf

Der Auftaktkundgebungsort ist das Clara-Zetkin-Denkmal im Clara-Zetkin-Park. Die nächstgelegene Haltestellt des Öffi ist „Marschnerstraße“ (Linien 1,2,14). Von da sind es 10 Minuten zum Clara-Zetkin-Denkmal. Die Zuganreisenden können gemeinsam zur Marschnerstraße fahren. Im Anschluss an die Demo soll es eventuell noch eine Party geben, zu der ihr bleiben könnt. Wir werden nicht geschlossen wieder abreisen.

Damit das für alle möglichst günstig wird, sollen Gruppentickets gekauft werden. Diese kosten 48 Euro für 5 Personen (also knapp 10 Euro pro Person). Das heißt, ihr solltet euch möglichst zu fünft zusammenfinden und gemeinsam ein Ticket kaufen. Überlegt euch dabei bitte, wann ihr aus Leipzig wieder gemeinsam zurück fahren wollt, denn ihr müsst euch auf dem Gruppenticket eintragen und entsprechend auch wieder zusammen zurückfahren.
Aber natürlich sollen auch Leute mitkommen können, die keine Gruppe haben bzw. nicht genügend Leute sind. Hierfür treffen sich diese Leute eine dreiviertel Stunde vor der jeweiligen Abfahrt (09.45 Uhr Erfurt Hauptbahnhof, 10.00 Uhr Jena Paradies, 10 Uhr Hauptbahnhof Weimar), damit sich die Gruppen zusammenfinden können. Wir werden den gemeinsamen Treffpunkt dafür vor den Haupteingängen zum Bahnhof machen und so, dass ihr das Treffen auch erkennt.
Menschen, denen das Ticket zu teuer ist können natürlich trotzdem gerne mitkommen! Diesen bezahlt das Bündnis das Ticket. Wichtig wäre, dass diese Menschen auch eine dreiviertel Stunde eher am Bahnhof sind.

Egal wie ihr hin kommt: Das Frauen*kampftagsbündnis Thüringen wird mit einem eigenen (natürlich mega tollen) Transpi auf der Demo und bei der Auftaktkundgebung zu finden sein. Lasst uns nicht nur gemeinsam hinfahren, lasst uns auch als Thüringer Bündnis gemeinsam demonstrieren!

Ausfall der Veranstaltung „Black Queer Music als Interventionsform“

Die Veranstaltung „Black Queer Music als Interventionsform“ am 17.2. in Jena muss leider ausfallen. Um einen Ersatztermin wird sich gekümmert.

Blick über den F*KT-Tellerand Teil 2

Auch die Falken Jena haben spannende Veranstaltungen organisiert. Schaut mal:
Falken Jena VA

Blick über den F*KT-Tellerrand

Wie jedes Jahr gibt es nicht nur von unserem Bündnis Veranstaltungen mit feministischen Inhalt und mit Bezug auf den Frauen*(kampf)tag am 8. März. Auf diese wollen wir euch gerne aufmerksam machen.

Den Anfang macht das KuBuS in Jena.

Film: „Sonita“
D/Iran/CH 2015, Dokumentarfilm, Buch und Regie: Rokhsareh Ghaem Maghami, OmU, 91 min
Wann? 8.2., 19 bis 21 Uhr
Wo? Kubus (Theobald-Renner-Str. 1a, Haltestelle „Emil-Wölk-Straße“), Jena-Lobeda

Wenn die 18-jährige Sonita es sich aussuchen dürfte, dann wäre Michael Jackson ihr Vater und Rihanna ihre Mutter. Sonita stammt aus Afghanistan und lebt ohne ihre Familie in Teheran. Ihr sehnlichster Wunsch: eine berühmte Rapperin zu sein. Eine soziale Einrichtung unterstützt sie bei der Überwindung der Fluchttraumata und bei der Planung ihrer Zukunft, doch ihre Familie hat ganz andere Pläne: Sie plant, sie für 9000 $ an einen fremden Ehemann nach Afghanistan zu verkaufen, und die Zeit drängt, da die Familie Geld braucht für die Hochzeit des Sohnes.

Um sich Zeit zu verschaffen für die Verwirklichung ihres Traumes, gelingt es Sonita, mit einer Geldzahlung vorerst die drohende Rückkehr nach Afghanistan zu verhindern. Diese Zeit nutzt sie, um in Teheran ein Musikvideo aufzunehmen und dieses auf YouTube zu stellen. Der Clip ist ein furioser Aufruf gegen die Zwangsheirat und bekommt eine weltweite Aufmerksamkeit, die das Leben von Sonita entscheidend verändern wird.

Der Film gewann auf dem Sundance Film Festival 2016 den großen Preis der Jury sowie den Zuschauerpreis und auf dem Internationalen Dokumentarfilmfestival Amsterdam IDFA ebenfalls den Zuschauerpreis und den Preis der Jugendjury.

Der Film wird in Kooperation mit Rotzfrech-Cinema (Yo Crew) gezeigt.

Eintritt: 3 Euro

Abgründe und Lichtblicke der Jenaer Clubszene – Ein Statement zur aktuellen Debatte

Ein Offener Brief von 7 Schülerinnen aus Jena war erschreckend und gleichzeitig doch allzu bekannt und real. Sie kritisieren, dass sie sich in Clubs, selbst alternativen, nicht mehr wohl fühlen und weniger feiern gehen, da sie regelmäßig Grenzüberschreitungen und sexualisierte Belästigung erleben. Wir bedanken uns bei den Autorinnen für ihren Mut und ihre Courage, das öffentlich anzuprangern, woran Abend für Abend Mädchen und Frauen* in Clubs verzweifeln. Wir möchten ihnen unsere Solidarität aussprechen und uns als Unterstützer*innen anbieten, sollte dies gewünscht sein. Die Reaktionen, ob nun von Veranstalter*innen, Clubbetreiber*innen oder einer interessierten Öffentlichkeit sind zum Teil furchtbar frauenverachtend, zum Teil verharmlosend, zum Teil vereinfacht, aber in manchen Fällen glücklicherweise auch aufgeklärt und solidarisch.
Zumindest im öffentlichen Bereich kam die perfideste Reaktion von Christian Wolf, Veranstalter der „Rund um 30″-Partys im Volksbad und Verantwortlicher der Aprés-Ski-Bar. Dieser mahnt, dass Frauen* sich über angeblich ausgesendete Signale bewusst werden sollten und natürlich eine Frustration des männlichen Geschlechts einsetzt, wenn die Frau* sich selbst nach dem dritten spendierten Cocktail nicht gleich alle Kleider vom Leib reißt. Dies ist also der aktuelle Börsenwert der Würde einer Frau* – drei Cocktails. Glückwunsch, du geliebte aufgeklärte Zivilisation. Allerdings wählten selbst die Autorinnen des Offenen Briefes eher alternative Clubs als Adressaten und somit wollen wir uns an dieser Stelle auch nicht lange an Lokalitäten aufhalten, die diesen Standard so und so nicht erfüllen.
Die schnellste und wohl auch im Vergleich angemessenste Reaktion (laut Aussage einer der Autorinnen) kam vom Kassablanca. Nach Erhalt des Briefes und schon vor einer größeren öffentlichen Debatte hatten diese sich mit den sieben jungen Frauen* zusammen gesetzt, um über das Problem in ein Gespräch zu kommen und mögliche Verbesserungsvorschläge besprochen. Dies sehen wir nach solch einem Brief auch als einzig richtige Reaktion an und wünschen allen Beteiligten einen konstruktiven Prozess. Aktuelle Vorhaben, wie das Aushängen entsprechender Plakate mit Dingen, die einfach nicht OK sind und damit eine eindeutige Positionierung des Clubs und eine thematische Schulung des Personals halten wir für einen guten Schritt in die richtige Richtung. Leider müssen wir uns aber auch die Frage stellen, warum das, was Frauen* tagtäglich erleben müssen erst eine öffentliche Debatte und Druck benötigt, um als Problem wahrgenommen zu werden. Alle Schilderungen des Offenen Briefes hat vermutlich jede Frau* schon einmal erlebt, es sind keine Geheimnisse. Warum haben gerade alternative Clubs nicht die intrinsische Motivation eine klare Haltung gegen Sexismus auch nach außen zu tragen und in den Clubs klar kenntlich zu machen?
Ebenfalls erschien in der Presse ein kurzes Statement des Jenaer Frauenzentrums Towanda: „Würde es eine wirkliche Gleichstellung von Frau und Mann geben, dann dürfte so etwas gar kein Thema mehr sein. Es gibt einfach ein Gefälle. Nur weil Frauen sich drei Getränke ausgeben lassen, gehen sie damit ja noch lange keine Verpflichtungen gegenüber dem Mann ein. Männer müssen viel weniger darüber nachdenken, wie ein protziges oder machohaftes Gehabe nach außen wirkt und welche Signale es aussendet. Frauen dagegen würden häufig aufgefordert, darüber nachzudenken, wie ihre Kleidung oder ihr Verhalten auf andere wirkt. Es geht dabei nicht um ein Problem der Clubs. Es ist ein gesellschaftliches Problem. Dennoch können die Clubs etwas tun: Es muss Mitarbeiter geben, die man als Frau problemlos ansprechen kann. Die Botschaft, dass sich ein Club klar gegen Sexismus positioniert, muss klar vermittelt werden“
Dieser Aussage unserer Bündnispartnerin können wir uns letztlich nur anschließen und bei dieser Gelegenheit nicht versäumen unseren Dank den Menschen auszusprechen, die Tag für Tag, ob ehrenamtlich oder hauptamtlich, ob institutionell oder im privaten Umfeld gegen Sexismus und Diskriminierung handeln.
Frauen* = Der Begriff »Frauen« ist mit Sternchen* markiert. Damit werden Trans*-Frauen und Inter*-Menschen von uns explizit eingeschlossen.

Artikel zum Thema:
Offener Brief „Wir sind kein Freiwild“
Kein Freiwild: 7 junge Frauen beklagen in offenem Brief sexuelle Übergriffe in Jenaer Clubs“
Junge Frauen als Freiwild? So reagieren Jenaer Veranstalter auf Vorwürfe wegen sexueller Belästigung
Clubs wollen stärker gegen sexuelle Belästigung vorgehen
Das Beispiel dieser Clubberin zeigt, wie auch du die Clubs deiner Stadt sicherer machen kannst



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